Kistenweise Wissen – Philipp Melanchthon

Theaterstück von Martin-G. Kunze

Eine Universitätsstadt irgendwo in Deutschland: Die Studenten Phil und Jule beziehen ihre neue WG, schleppen Kisten und Möbel – und stolpern über einen Haufen Kram, den der Vormieter mitten im Zimmer hat stehen lassen. Nichts als Ärger schon beim Einzug – und dann ruft auch noch ausgerechnet Phils überbesorgte Mutter an und will die neue Adresse haben. „Melanchthonstraße“. Komischer Name. Wer oder was dieser Melanchthon ist oder war? Ein alter Grieche? Ein Deutscher? Ein Philosoph? Ein Schriftsteller oder Wissenschaftler? Phil hat keine Ahnung, Jule schon etwas mehr. Er soll ein Zeitgenosse Luthers gewesen sein, deutsche Reformation. Das Internet hilft den beiden weiter – aber noch mehr der Inhalt der vergessenen Kisten mitten im Zimmer. Als die Studenten darin wühlen, taucht der Besitzer, Georg, überraschend auf. Und wie es der Zufall will: Der gelehrte ältere Herr, ein „Bücherwurm und Schöngeist“, kann den beiden tatsächlich auch eine Menge Wissenswertes über Philipp Melanchthon erzählen. Gemeinsam tauchen sie ein in die Welt des 16. Jahrhunderts.

Zu Melanchthons besonderen Anliegen gehört neben dem Einsatz für die Reformation die Modernisierung des Schul- und Studienwesens. „Bildung für alle“, davon ist er überzeugt, ist die Voraussetzung für Menschenwürde und Friedfertigkeit. Und so wird er bald „Praeceptor Germaniae“, Lehrer Deutschlands genannt.
Die verschiedenen Spielszenen zeigen die große Bedeutung, die Melanchthon bis heute hat: Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein. Ein komplexes Leben, das von 1497 bis 1560 reichte.
Die Theaterinitiative Bühnensturm stellt es in zwei Schulstunden (inkl. Zuschauerdiskussion) in komödiantischen, nachdenklichen und informativen Szenen inmitten der Zuschauer dar. Denn nicht auf einer Bühne rollt das Geschehen ab, sondern mitten in einem großen Raum oder Saal, wo die Schülerinnen und Schüler um die Spielfläche herumsitzen, das Geschehen also hautnah miterleben.

Autor: Martin-G. Kunze, Regie: Johanna Kunze
Mit Petra Sauermann, Baris Öztürk, Martin-G. Kunze und Johanna Kunze

Dieses Theaterprojekt wird gefördert durch: Ev. Landeskirche Hannovers, Hanns-Lilije Stiftung und Klosterkammer Hannover.
In Kooperation mit: Ev. SchülerInnenarbeit (Landesjugendpfarramt) und dem Haus kirchlicher Dienste der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.
Ein Theaterprojekt im Rahmen des Jahres der Bildung der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.