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Moshes zweites Leben

Von Martin-G. Kunze & Hans-Jürgen Hermel

Das Theaterstück „Moshes zweites Leben“ setzt sich in eindringlichen Szenen mit dem Todesmarsch jüdischer Häftlinge vom KZ-Außenlager Mühlenberg zum Konzentrationslager Bergen-Belsen auseinander. Grundlage sind Interviews mit den Überlebenden Moshe Oster und Josef Dreilinger, die der Journalist und Dokumentarist Hans-Jürgen Hermel 2000 und 2006 geführt hat. Die beiden Männer berichten, wie sie Anfang April 1945 als damals 18- und 19-Jährige zusammen mit rund 360 weiteren Häftlingen von SS-Angehörigen zu Fuß nach Bergen-Belsen getrieben wurden. Sie schildern die Brutalität der Wachleute, das Chaos bei der Ankunft im Lager, die Befreiung am 15. April und die Tage danach.
Das Stück thematisiert aber nicht nur den Leidensweg von Oster und Dreilinger, sondern auch ihren Überlebenswillen und ihre Hoffnung auf ein Leben jenseits der nationalsozialistischen Unmenschlichkeit. In einer Krankenstation in Bergen-Belsen versuchen sie, ins Leben zurückzufinden. Eine britische Krankenschwester begleitet sie dabei.

Eine Theaterproduktion des Fördervereins Gedenkstätte Ahlem, der Hannoverschen Kammerspiele, des theater sýstema und der Theaterinitiative „Bühnensturm“

Mitwirkende: Andreas Daniel Müller – Moshe Oster
Gerrit Neuhaus – Josef Dreilinger
Hanna Legatis – englische Krankenschwester

Regie: Laetitia Mazzotti
Bühnenbild: Frank Olle
Autor und Koordinator: Martin-G. Kunze, mg.kunze@t-online.de, Tel.: 0175 – 590 28 37

Die Produktion wurde ermöglicht durch 
die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, 
das Kulturbüro der Stadt Hannover, 
die Heinrich-Dammann-Stiftung Hildesheim, 
die HannoverStiftung der Sparkasse, 
die Stiftung Niedersachsen, 
die Region Hannover Team Kultur 
Memo Media Productions

Länge der Vorstellung: ca. 70 Minuten